Die Dinge entwickeln sich rasant – auch im E-Commerce. Wer 2017 up to date sein möchte, sollte die nachfolgenden Trends kennen oder zumindest schon mal gehört haben. Denn diese Trends werden alle Branchen im neuen Jahr beschäftigen und das Marketing, aber auch die Geschäfte massgeblich bestimmen.

1. Mobile ist alles und alles ist Mobile

Egal ob (Facebook) Live Video, 360-Grad-Videos oder Virtual Reality – 2017 wird DAS Video-Jahr – das sagt auch HAUFE. Vor allem in Social Networks sind gut gemachte Videos oft der Traffic Lieferant schlechtin. Gute Videos garantieren Aufmerksamkeit und Verweildauer. 2017 erreichen Firmen ihre Zielgruppe oft am besten mit Video Content (nein, keine Katzen Videos). Da sich auch die Art, wie wir Videos konsumieren verändert, müssen sich Unternehmen und Unternehmer Mittel und Wege überlegen, wie die Kundenansprache noch besser gelingen kann. Videos sind mobile, im Querformat, kurz und unterhaltend. Das klingt einfach, man muss es nur machen. Dank immer besser werdenden Smartphones ist Video-Content im Jahr 2017 ein Must – wenn die Qualität stimmt und man einen guten Mix hat von authentischen Videos, Drohnenaufnahmen, 360° Videos bis hin zu augmented reality.

3. Bots und Machine Learning

Dank künstlicher Intelligenz (K.I.) werden Chatbots immer besser und sorgen gerade bei Social Media und im Kundendienst für Furore. Facebook hat dieses Jahr mit Mark Zuckerbergs Ankündigung grosse Schritte in diesem Bereich gemacht. Und Google hat mit Rankbrain ebenfalls künstliche Intelligenz und Machine Learning im Köcher. Unternehmen müssen nun in Betracht ziehen, sich hier weiterzubilden, wenn sie bei diesem Trend ein Wörtchen mitreden wollen. Gerade im Bereich Kundendienst sind Chatbots eine vom Kunden gewollte Alternative, die aber nur mit dem richtigen Know-How auch erfolgreich Anwendung findet.

4. Content Advertising

Guter Content – das kennen wir. Denn dass qualitativer Content der richtige Weg ist, scheint sich in den Köpfen vieler Unternehmen durchgesetzt zu haben. Nur, es besteht ein Überangebot. Es wird immer schwerer, sich mit Inhalten vom Mitbewerb abzugrenzen. 2017 wird es deswegen wichtig personalisiert und mit Inbound Techniken zu arbeiten. Also Content, der interessiert und von dem die Kunden wollen, dass er sie erreicht.

5. Hyper-Personalisierung

Bleiben wir gerade beim Personalisierungstrend. Denn Dank Big Data und Programmatic Marketing haben Unternehmen immer mehr Hilfsmittel für eine noch genauere Ansprache des Kunden – und das automatisiert. Man spricht von der so genannten Hyper-Personalisierung. Ein Idealzustand, dass Unternehmen jeden Kunden tatsächlich sehr persönlich und individuell ansprechen können, ist dabei allerdings Königsklasse und bedarf der richtigen Kombination der schon erwähnten Content Strategie gemeinsam mit der richtigen Form von Marketing Automation erreichen.

6. Social Selling

Das “Social Media kann verkaufen Konzept”, wurde oft erwähnt aber durchgesetzt hat es sich noch nicht – wird es wohl auch nicht. Denn der Anspruch über Social Media zu verkaufen deckt sich nicht mit dem Anspruch der Nutzer. ABER: 2017 wird sich etwas Match entscheidendes ändern. Was? Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Pinterest haben ein sehr eigennütziges Interesse daran die Plattformen für Marken und Unternehmen attraktiver zu machen. Das wurde 2016 bereits getestet mit neuen “Buy Buttons”, den Möglichkeiten von Services und diverser Call to Action und wird sich auch auf Messenger ausweiten (wie Facebook schon erfolgreich getestet hat).

7. Mobile Bezahlmöglichkeiten und Treue-Apps

Mobile Bazahlmöglichkeiten werden immer beliebter, da sich Nutzer zunehmend an die Möglichkeiten des kontaktlosen Bezahlens gewöhnen, dank RFID und Apps in der Schweiz wie Paymit/Twint oder Apple Pay. Hier lohnt sich der Blick über den Teich: Starbucks zählt zu den Wegbereitern bei mobilen Zahlungsmöglichkeiten. Heute ist die mobile App (im Moment nur in den USA verfügbar) ein uneingeschränkter Erfolg, denn Starbucks hat dem Bezahlsystem ein Treue-Programm hinzugefügt – etwas, wonach sich Konsumenten aus anderen Ländern sehnten und das bindet den Kunden – während wir in der Schweiz noch mit Poinz und den eben erwähnten Apps einen Workaround machen müssen.

8. Same-Day-Delivery

Kunden legen immer grösseren Wert auf kürzere Lieferzeiten. Druck kommt vor allem durch Amazon Prime und auch bei den Digitalen Händlern von Elektronikartikeln haben sich Same-Day-Delivery-Angebote in der Schweiz im letzten Quartal 2016 etabliert, und werden sich in Zukunft wohl auch in anderen Produktbereichen mehr durchsetzen. Lieferzeit und Rückgabeoptionen entwickeln sich immer stärker zu entscheidenden fast strategischen Erfolgsfaktoren. Das gilt auch in der Schweiz und die Grossen haben das bereits erkannt: ob STEG mit notimeBrack per Velo oder notime, Swisscom, Siroop, Fust mit Instore Picking oder die M-Pick-Up Konzepte der Migros und ihrer Töchter: Kunden wollen offenbar das Haupterlebnis, den sofortigen Kauf, auch online. Adieu Einkaufszentrum, willkommen Logistikhub – das hat auch Alibaba verstanden.

Bonus: das Ende der Warenhäuser

Alibaba, Taobao und Tmall haben auch viele europäische Kunden. Jetzt wollen die chinesischen Onlinekaufhäuser näher an die Käufer ran und verhandeln ein Versandzentrum in Südosteuropa für den gesamten Kontinent. Alibaba verhandelt unter anderem mit der Regierung in Bulgarien, um ein Versandcenter in dem europäischen Land zu errichten. Das gaben die Regierung des Landes und die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bekannt. Vertreter der Alibaba Group, GS-Solar und der Goldpoly Group haben den bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Metodiew Borissow am 11. Januar 2017 getroffen, um Investitionsmöglichkeiten zu besprechen.Und was tun Sie um am Ball zu bleiben? Nutzen Sie unser Know How How!