Die Digitalisierung und der Wandel der modernen Arbeitswelt sind unaufhaltsam und erfordern deshalb auch die Anpassung jedes Individuums, welches von diesem Wandel nicht überrascht werden möchte. Passend zu diesem neuen Umfeld sind neben vielen bekannten Fähigkeiten auch neue Kompetenzen gefragt, welche in der Arbeitswelt 4.0 von immer bedeutend werdender Wichtigkeit sind. Gerade überfachliche Kompetenzen werden immer relevanter, wobei gerade diese in Ausbildung und Studium oftmals nicht ausreichend hervorgehoben werden.

Deshalb ist für Bewerber auch durchaus zu empfehlen für den angestrebten Beruf scheinbar irrelevante Kompetenzen wie beispielsweise Kenntnisse in Stenografie, Astronomie oder auch Altgriechisch in ihren Lebenslauf zu integrieren. Wichtig ist es, sein Profil als interessant und abwechslungsreich erscheinen zu lassen und damit die individuellen Leidenschaften der eigenen Persönlichkeit zu betonen.

Auch Neuorientierungen, Studienabbrüche bzw. -wechsel oder auch Kündigungen im Lebenslauf sind im Gegensatz zur Vergangenheit keine Gründe mehr negativ gegenüber seinen Chancen am Arbeitsmarkt eingestellt zu sein da es heutzutage sowieso eher selten ist, dass jemand mehr als 5 Jahre im selben Unternehmen tätig ist.

Äußerst wichtige Kompetenzen im Rahmen der Digitalisierung umfassen unter anderem Kreativität, Flexibilität, kritisches und systemisches Denkvermögen, komplexe Problembewältigungskompetenzen, Transfervermögen und Entscheidungsfähigkeit.

Natürlich ist es auch äußerst relevant wie gut ein Bewerber zum Unternehmen und in das bereits vorhandene Team passt. So ist es in der Tat oftmals so, dass einfach andere Bewerber als besser passend für den Konzern empfunden werden und die Absage nicht unbedingt an einem suboptimalen Lebenslauf liegen muss.

Auch Fähigkeiten in Bereichen wie beispielsweise der Koordination von Abläufen, der Steuerung von Kommunikation sowie dem Treffen von eigenen Entscheidungen werden zukünftig weitgehend größere Wichtigkeit erfahren. Obwohl Tätigkeiten durch die Vernetzung von Informationstechnologien, Automatisierungstechniken und Software in technologischer und organisatorischer Hinsicht immer anspruchsvoller und komplexer werden ist es auch eine immer wichtiger werdende Fähigkeit sich während zahlreicher Ablenkungen durch beispielsweise neuen Nachrichten auf Slack, nach Unterstützung fragenden Kollegen oder aktiven Wochenendplanungen der Freunde auf WhatsApp trotzdem stets den Überblick zu bewahren und sich auf die momentan wichtigen Tätigkeiten zu konzentrieren und Prioritäten zu setzen.

Dazu passend ist auch der Begriff Digital Detox, welcher gerade in der Arbeitswelt 4.0 eine immer wichtiger werdende Bedeutung einnimmt. Dies bedeutet in die eigenen Fähigkeiten ohne technologische Unterstützung zu vertrauen und auch manchmal Abstand von digitalen Errungenschaften zu nehmen um sich entspannen zu können.

In einer immer komplexeren digitalen Welt ist es oftmals notwendig, sich zurückzuziehen und wieder den Einklang mit dem Selbst abseits der Technologie zu finden. Deshalb ist es auch empfehlenswert sich gezielt Auszeiten wie beispielsweise Urlaube zu nehmen und währenddessen auch das Smartphone und Tablet beiseite zu legen um wieder Energie zu tanken, welche daraufhin in weitere Kreativität und Innovationen investiert werden kann.

Eine wirksame Methode um diese wertvollen Kompetenzen zu vermitteln stellt unternehmerisches Mentoring dar. Dadurch lassen sich Erfahrungen über weite Teile der Generations-, Hierarchie- und Abteilungs-Grenzen hinaus vermitteln und helfen somit die Fähigkeiten der sowohl jüngeren als auch erfahreneren Mitarbeiter zu stärken.