Die richtige Partnerauswahl zu treffen, kann sich als schwieriger herausstellen als gedacht, denn Dienstleister und Agenturen auf diesem Gebiet gibt es wie Sand am Meer. Auf dem Weg dahin können sich viele Stolpersteine verstecken. Damit dies jedoch nicht geschieht haben wir 10 Punkte zusammengestellt, die Ihnen die Partnerauswahl deutlich erleichtern werden und zu einem zufriedenstellenden Ergebnis für beide Parteien führen sollten:
 

  1. Ziele festlegen

Die Voraussetzung, den passenden Partner zu finden, ist es, sich die eigenen Ziele vor Augen zu halten. Um einen geeigneten Gegenpart zu finden müssen Sie genau wissen, was Sie sich von der Partnerschaft erhoffen und sich im Klaren über die eigenen Wünsche und Ansprüche sein. Geht es z.B. darum, Mitbewerber in bestimmten Keywords zu überholen, oder hat die Optimierung der Rankings die oberste Priorität? Um Ihnen diese Ziele klarer vor Augen zu führen, haben einige Agenturen speziell dafür einen Briefing-Fragebogen entwickelt.
 

  1. Angebotsmodelle verstehen

Bei den ersten Angeboten wird schnell klar, dass es von Agentur zu Agentur verschiedene Abrechnungsmodelle gibt. Generell kann zwischen Festpreismodellen – in Form von Paketen und Monatspauschalen – sowie Modellen mit einer erfolgsabhängigen Komponente unterschieden werden. Während das Festpreismodell mit monatlichen Pauschalen natürlich Sicherheit bietet, kann aber auch die erfolgsabhängige Pauschale für Kunden ihren Reiz haben. Bei der erfolgsabhängigen Komponente sollte aber auf jeden Fall der Erfolgsfall klar definiert werden, damit es im Ernstfall nicht zu Reibereien kommt. Der Erfolg sollte dabei nicht nur anhand von Keywords gemessen werden, da diese relativ leicht optimiert werden können.
 

  1. Ansprechpartner kennenlernen

 
Haben Sie an einem Angebot Interesse, sollten Sie unbedingt auch die Menschen dahinter näher kennenlernen. Wichtig ist dabei vor allem diejenige Person, mit welcher Sie später im Tagesgeschäft zusammenarbeiten. Neben Sympathie sollte aber auch die fachliche Kompetenz im Vordergrund stehen. Skeptisch sollten Sie dann werden, wenn ein Mitarbeiter behauptet, er kenne sich in sämtlichen Teilbereichen bestens aus. Stattdessen sollten Sie besser auf ein Team von Experten setzen, da sich der Bereich SEO in stetigem Wandel befindet und so Teilbereiche besser und effizienter abgedeckt werden können.
 

  1. Allgemeine Struktur der Agentur prüfen

 
Bevor Sie sich für einen Partner entscheiden, sollten Sie sich auch genau die jeweilige Agentur anschauen. Sie stellen sich z.B. auch Fragen wie: «Wie sieht die Betreuung im Krankheitsfall aus?» oder «Stehen der Agentur genügend Ressourcen zur Verfügung?» beantworten. In grossen Agenturen kann z.B. der Fall eintreten, dass mehr Kunden akquiriert werden und somit zu viel Arbeit bewältigt werden muss, als überhaupt möglich, was wiederum zu schlechterem Service und Verzögerungen führen kann.
 

  1. Kompetenz und Erfahrung der Agentur abfragen

 
Sie sollten sich von der Agentur sicherlich einige Referenzprojekte zeigen lassen, um zu sehen, ob dabei gute und innovative Ideen entwickelt und umgesetzt wurden. Auch sollten Sie sich die langfristigen Erfolge vorlegen lassen. Namhafte Referenzen sind prinzipiell ein gutes Zeichen, da Konzerne sehr gut prüfen, mit wem sie zusammenarbeiten. Die Agentur sollte aber auf die jeweilige Kundengrösse abgestimmt werden und zu Ihnen selber passen. Es empfiehlt sich auch, mit anderen Kunden der Agentur zu sprechen, wenn dies denn möglich ist.
 

  1. Knowhow im Teilbereich Content überprüfen

 
Ein guter Content ist das Kernelement der Suchmaschinenoptimierung. Sie sollten sich von der Agentur genau erklären lassen, wie die jeweilige Content-Strategie aussieht und umgesetzt wird. Sie können sich auch einen grösseren Einblick in den Prozess der Content-Erstellung der Agentur verschaffen, indem Sie sich Fragen wie: «Hat die Agentur ein eigenes, spezialisiertes Redaktionsteam?» stellen.
 

  1. Knowhow im Teilbereich Linkaufbau überprüfen

 
Sie sollten sich von der Agentur genau erklären lassen, wie diese die Backlinks aufbaut und diese Fakten auch im Vertrag festhalten. Hier ist nämlich die Erfahrung und Kompetenz der SEO-Agentur entscheidend, denn im Linkaufbau können durch veraltete Vorgehensweisen oder Unwissen verheerende Fehler mit fatalen Folgen geschehen. Auch sollten Sie das Honorarmodell thematisieren. Einer Bezahlung nach Anzahl Links ist eher abzuraten, da der Anbieter dann lediglich versucht, möglichst schnell Links, mit meist schlechter Qualität, aufzubauen. Deshalb fahren Sie langfristig wahrscheinlich mit aufwandsorientierten Modellen mit hochwertigen Backlinks besser.
 

  1. Auf technische Kompetenz achten

 
Aber auch technische Aspekte spielen eine wichtige Rolle in der Suche nach einem geeigneten Partner. Sie sollten prüfen, inwiefern die Agentur inhouse über Knowhow für die technische Optimierung verfügt. Ist entsprechende Programmierungs-Kompetenz vorhanden und kann die Agentur konkrete Beispiele aus Kundenprojekten vorlegen?
 

  1. Den Reporting- und Abstimmungs-Prozess erläutern lassen

 
Um den Überblick über Ziele und Erfolge im Auge zu behalten sollten Sie regelmässige Berichte und Reportings von der Agentur verlangen. Neben dem Nennen von reinen Zahlen sollten Sie auch den persönlichen Kontakt mit den Ansprechpartnern suchen um allfällige Änderung und Wünsche ausdiskutieren zu können.
Wichtige Kennzahlen, welche in den Reportings ersichtlich sein sollten sind z.B.:
 

  • Absprungquote bei Besuchern
  • Vergleich der Konkurrenz (Backlinks, Sichtbarkeit)
  • Neue Backlinks und Linkqualität
  • Eigene Sichtbarkeit laut Sistrix oder Xovi
  • Positionen der relevanten Keywords

 

  1. Nicht von Versprechungen und Garantien blenden lassen

 
Versprechungen und Garantien können sehr verlockend klingen, sind jedoch meistens nur eins: unseriös. Deshalb lohnt es sich, bei einem Angebot dieser Art stets skeptisch zu bleiben. Eine der besten Entscheidungshilfe für eine SEO-Agentur bleibt der Vergleich von deren nachweisbaren Erfolgen in vergleichbaren Projekten.